Daten sind das neue Gold
Daten sind das neue Gold“ – aber wer besitzt den Schlüssel zum Tresor? In unserem ersten Blog-Artikel beleuchten wir, warum freier Zugang zu Daten (Open Data) für unsere Gesellschaft überlebenswichtig ist und wie wir mit Juridex die Schätze der Statistik für alle nutzbar machen.
Man hört es an jeder Ecke: „Daten sind das neue Gold“. Es ist einer dieser Sätze geworden, die so oft wiederholt werden, dass man kaum noch über ihre eigentliche Bedeutung nachdenkt. Doch während Konzerne wie Google oder Meta dieses Gold bereits im industriellen Maßstab schürfen, liegen die wertvollsten Schätze unserer Gesellschaft oft ungenutzt in digitalen Kellern: in staatlichen Archiven, wissenschaftlichen Datenbanken und komplexen Tabellenkalkulationen.
Warum bezeichnen wir Daten als Gold? Und warum ist das Juridex OpenProject angetreten, um dieses Gold für alle zugänglich zu machen?
Der Rohstoff der Erkenntnis
Gold ist wertvoll, weil es selten ist und glänzt. Daten sind wertvoll, weil sie uns die Welt erklären können. Eine einfache Zahl – zum Beispiel die Einwohnerzahl einer österreichischen Gemeinde – ist für sich genommen nur ein Staubkorn. Doch wenn wir diese Zahl über Jahrzehnte hinweg betrachten und sie mit Daten zu Infrastruktur, Geburtenraten und Wirtschaftswachstum verknüpfen, entsteht ein Bild.
Wir sehen Trends, wir erkennen Probleme, bevor sie kritisch werden, und wir können Lösungen auf Basis von Fakten statt auf Basis von Bauchgefühl diskutieren.
Das Problem: Die Datensilos
In meiner Arbeit mit dem geplanten „Juridex OpenProject" stoße ich immer wieder auf dasselbe Hindernis: Die Daten sind da, aber sie sind nicht „frei“.
- Sie verstecken sich in statischen PDFs, die für Computer unlesbar sind. Oder auch hinter komplexen Tabellen, die eine Hürde für Interessierte darstellen.
- Sie liegen hinter komplizierten Portalen, die nur Experten bedienen können. Meist sind diese ausschließlich mittels bestimmten APIs zugänglich.
- Sie sind in proprietären Formaten gefangen, die teure Software erfordern. Oder durch Hohe Gebühren, überhaupt Zugriff darauf zu erhalten.
Dieses „Gold“ liegt also im Tresor. Und genau hier liegt die Gefahr: Wenn nur eine kleine Gruppe an Menschen Zugriff auf die harten Fakten hat, leidet der demokratische Diskurs. In einer Welt von „Alternative Facts“ brauchen wir den freien Zugang zum Original-Rohstoff: der Statistik.
Open Data als demokratisches Gut
Wir bei Juridex glauben, dass Daten ein öffentliches Gut sein müssen. Deshalb haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen. Unser Ziel ist die Demokratisierung von Wissen. Wenn wir Statistiken über Österreich, die EU und die Welt sammeln und sie für jeden – vom Schüler bis zum Wissenschaftler – verständlich aufbereiten, dann veredeln wir diesen Rohstoff.
- Transparenz: Jeder soll sehen können, woher die Zahlen kommen.
- Vergleichbarkeit: Wir setzen lokale Daten in einen globalen Kontext.
- Erkenntnis: Wir suchen nach den Geschichten, die die Zahlen erzählen.
Fazit: Bereit zum Schürfen
Daten sind nur dann Gold wert, wenn sie fließen können. Wenn sie kombiniert, hinterfragt und analysiert werden. In diesem Blog werde ich regelmäßig tiefer graben. Ich werde Statistiken unter die Lupe nehmen, Zusammenhänge erklären und zeigen, wie wir mit Hilfe von Open Data und Open Science die Welt ein Stück klarer sehen können.
Das Gold liegt bereit. Fangen wir an zu schürfen. Und schützen wir somit auch den öffentlichen Diskurs wie auch die Demokratie.
Was denkst du? Welche Datensätze fehlen dir am meisten, um die aktuellen Entwicklungen in Österreich oder Europa besser zu verstehen? Schreib mir unter office@juridex.at gerne eine E-Mail.